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Dank einer erstklassigen Gruppe aus zehn weiblichen und zwei männlichen Tänzern, von ihm selbst ausgebildet, hat Daniel Lommel - der ein perfektes Nachempfinden des musikalischen Ausdrucks als Rohmaterials des Lernprozesses weismacht- es geschafft, die erhabendste Schönheit den choreographischen Gestalten zu verleihen, seiner Gruppe die Flamme der Musik des großen Kantors zu übergeben, deren Macht wie eine elektrische Ladung die Körper der Tanzenden durchdrang mit der aufdringlichkeit ihres Rythmusschwungs. Ob mit schnellem oder langsamen Tempo, ob als ensemble, duetti oder solo, die Stücke sind aufgeführt mit meisterhaften Technik und Treue der musikalischen Bewegung.

Eleutherotypia, 12/07/2005

Sein neuestes Vorhaben im wunderschönen Modernen Theater von Athen hat bewiesen, daß Lommel - immer in der Nachfolge von Béjart - dabeisteht, ihn langsam aber sicher zu übertreffen in choreographischer Form- und Schrittgestaltung. Wir glauben vielleicht, daß eine choreographische Inszenierung der Melodien von Hadjidakis immer ein riskiertes Unternehemen darstellt […] Nun aber sind wir vor einer qualitätsvollen Arbeit gestanden, voller Sehnsucht, Vornehmheit und Übersinnlichkeit und von einer außerordentlich gutem Ensemble von acht Tänzern interpretiert.

Kathimerini, 24/05/2003

Seine jüngstes Wiederauftreten […] hat die ausgezeichnete Qualität seiner Arbeit bewiesen, die von einer glänzenden technischer Vollkommenheit begleitet war [… ]. Mit einer bahnbrechender hermeneutik des klassischen Tanzes […] mit der ausdrucksvollen und prägnanten Schönheit des Klassischen, vom sterilen akademischen Geiste entlastet, […] die "Sprache der Ruptur", vom "Mit offenen Karten" (Elytis) inspiriert, wo die kristalklare hermeneutische Aufringlichkeit der ausgezeichneten Zefi Barzoca stellt die Verbindung her und gibt den vollen Ausmaß der Musik und im allgemeinen des Klanges, was komplizierte Auslegungen unnütz macht […] und als zweiter Teil die "Widmung an Nikos Skalkotas", ein unterschiedliches und anspruchsvolleres Anpacken der Musik unseres berühmten Komponisten, von Geschwung und Tanzwut geprägt. Allerdings, das Hauptelement der Aufführung blieb der Tanz. Urbildlich, jenseits aller Konvention, ließ er die Zuschauern sich ergötzen mit der absoluten Sicherheit und dem wunderlichen Zusammenhalt des visuellen Rythmus. Es gab keinen Ausfall, keine Unsicherheit, kein einziges Moment ohne Tanz.

Eleutherotypia, 07/05/2002

Mit Liebesfragmenten, von Daniel Lommel choreographisch inszeniert, haben uns die Tänzer des "Aenaon Chorotheatro" ein großartiges Moment des Tanzes, der Sinnlichkeit und der Ästhetik geschenkt. Aus dieser Erlebnis kommt man hingerissen, erschüttert aus, in einer Stimmung getauft wo alles ist auf einmal Fleisch, Blut, Gewalt, Zärtlichkeit, mit Körper und Seele in totalem Jubeln. Die eigentliche Substanz des Tanzes findet seine zutiefst menschliche Anschlußpunkte wieder und wird von der Schönheit der Bewegung transzendiert und vom Geiste umhüllt. Mit dieser Reihe von Choreographien, von Liedern des Komponisten und Liedermachers Manos Hadjidakis inspiriert, hat ihm Daniel Lommel zweifelsohne die größte mögliche Huldigung erbracht. Es gibt Momente von Tiefer Spannung, wo des Zuschaures Atem vergeht […] dichterische Atemzüge, an den Bewegungen von Tänzern herabhängend, die alle ausgezeichnet sind. Hinter der Technik steckt eine Seele, ein Herz, ein gemeinsames Begehren nach einem Abend von echtem Glück und Emotion, desser große Feinfühligkeit die Herzen unmittelbar berührt hat.

Le Berry Républicain, 16/07/1998

Als er 1980 in Athen kam, mit seiner sechzehnjärigen Erfahrung als Tänzer, führte er ein Seminar in der Nationalen Pinakothek vor […] Innerhalb achtzehn Monaten war er zu anerkanntem Choreograph der athener Bühne geworden […] Er mit hat sich mit seinem griechischen Publikum identifiziert und […] der Erfolg dieser Aufführungen steht fest […] Daniel Lommel ist ohne Weiteres ein Baumeister des Tanzes.

The Athenian, 15/09/1987

Mehr als 500 Personen sind beim zweiten choreographischen Spektakel "Episoden" dabei gewesen. Jedes Teilchen dieses Mikroschauspieles ist ein Lob und eine Ehrerbietung an Maurice Béjart den Theatermann […] die Musik wurde zur Linie, zur Skulptur, zur choreographischen Bilnis. Das Publikum war wortörtlich entrissen […] Niemand wird das Spiel mit dem Stuhl vergessen, der wie ein Lebewesen behandelt war und zu dessen Formen das sämtliche Dasein der Welt ansammelte. Die Schlußode hat die Kraft von Daniel Lommel enthüllt. Als Choreograph und Tänzer hat er es dazugebracht, dem Zuschauer für einen Atemzug sich seiner eigenen Schwerkraft nicht mehr zu entsinnen […] Im Werk Lommels sind Achtung, Würde und vor allem Feinfühligkeit zu finden. In «Episoden» merkt man Züge und flüchtige Blicke die bezeugen, daß der Choreograph ein aufmerksamer Beobachter des Lebens und der Menschen ist. Der Tanz stellt ein Inbild dar.

L’Avenir du Luxembourg, août 1981

Das AENAON Tanztheater, die neue Gruppe klassischen Tanzes von Daniel Lommel, hat eine faszinierende Vorstellung gegeben […] es hat sich als das aufregendste Tanzensemble in Griechenland aufgewiesen […] großartig koordinierte Bewegungen von hervorragender Anmut […] Lommel gefällt es, Tanzklischees zu nehmen, um sie auf eine Art zu verarbeiten welche stets begeistert und vergnügt […] Choreographisch hat sicherlich Lommel vieles von Béjart gelernt, seine Tänze aber besitzen etwas Einzigartiges […] eine Freudensfeier […] Lommel hat seine Tanzmuster auf mehreren Schichten kreiert, sowohl horizontal wie senkrecht. Die Bühne war von Bewegung überströmt - doch alles perfekt im Griff […]Mit Aenaon ist EIN GRIECHISCHES WUNDERWERL zustande gekommen!

Athens Daily Post, 05/03/1981

Eine Gruppe griechischer Tänzer […] deren Gestaltung von Lommels Persönlichkeit geprägt ist, hat es gewagt, ihren beruflichen Start in dieser äußerst anspruchsvollen Welt des Tanzes, nach knapp einem Vorbereitungsmonat zu erreichen […] Mit einer spontanen Empfindlichkeit gelingt es Lommel, dem inneren Gang des Dichters zu folgen, der das «Betrunkene Schiff» kaum mit sechzehn geschrieben hat, und durch Bewegungen und Formen die Gewalt und Zärtlichkeit seiner Gefühle voll auszudrücken, welche in seiner Beziehung und endgültiger Auseinandersetzung mit der übermächtigen Persönlichkeit Verlaines […] kulminieren, wobei sich das erlösende Bedürfnis der Suche nach sich selbst mit einer seltenen Qualität und Anmut der Bewegung wiedergibt und seinen Höhepunkt mit der Todesprozession erreicht.

Eleutherotypia, 07/10/1980

Aenaon Dance Theater - Daniel Lommel