BAROCK, sagen Sie?
für 9 Tänzerinnen und 6 Tänzer

Uraufführung: 01/06/2005, Theatre Argo of Athens
Musik: Johann Sebastian Bach


Die Wertschätzung in unsere Zeitfür die barocke Architektu
liegt zum Teil an der Tatsache, daß die Integrierung des
Zwischenraumes in Allem –ein typisches Merkmal des
Barocks– mit ihren Postulaten übereinkommt.
JACOB BURCKHARDT


Die Materie birgt das Brauchbare,
das Unkörperliche schafft den echten Kern.
LAO TSE

Diese Choreographie ist von der Musik J.S. Bachs inspiriert, dem unerreichbaren Architekten der Töne und der Rhythmen, dem gelungen ist, mit seinem Genie das exakte Verhältnis zwischen Freiheit und Authentizität zu erzeugen, das das «Gleichgewicht» charakterisiert.

Der Rhythmus läßt die ganze Welt vibrieren, ist anwesend schon bei der Geburt aller Lebewesen. Jedes Wesen wächst und entwickelt sich in festgelegten rhythmischen Intervallen; auch der Rauch, der Wald, die Weizenfelder oder die Sanddünen bewegen sich, unter dem Einfluß des Windes, in einem bestimmten Rhythmus…

Niemals sind die tiefe Bedeutung und die Kraft des Rhythmus mit solcher Klarheit ausgedrückt worden, wie in der Musik und im Tanz. Das Leben und die Musik bieten dem Tanz vielfältige Möglichkeiten, die rhythmischen Werte aufzufassen.

Die Abstände (in Zeit und im Raum) unter den Tänzern strukturieren die choreographischen Linien, während das Vokabular des Tanzes die Zeichensetzungen in den veränderlichen mehr oder weniger betonten Zeiteinheiten bestimmt.

Aenaon Dance Theater - Daniel Lommel