BREL – BARBARA – PIAF
für 9 Tänzerinnen und 6 Tänzer

Uraufführung: 09/06/2009, Theater Katerina Vassilakou von Athen
Musik: Jacques Brel, Barbara, Édith Piaf

Ich habe Jacques Brel im Jahre 1968, im Königlichen Theater La Monnaie in Brüssel kennengelernt, während seiner Proben für die Varietévorstellung «Der Mann von La Mancha», wo er die Rolle von Don Quijote interpretierte. Er war heiter und großzügig mit den Leuten, die ihn umgaben, aber man konnte leicht erkennen, daß er in Wirklichkeit ein schüchternes Wesen war, daß er ein tiefes Leid in seiner Seele verbarg. Sein Kontakt zum Tanz und den Tänzern war beschränkt, weil er sich hauptsächlich seinem Werk hingegeben hatte.

Ganz im Gegenteil, war Barbara in zahlreichen Wiederholungen anwesend; sie schwärmte für die Tänzer der Gesellschaft. Sie genoß jede Minute, die sie mit ihnen verbrachte, in der Erwartung ihrer eigenen Proben mit Maurice Béjart für die Bedürfnisse eines Filmes, der übrigens niemals im Kino erschienen ist. Diese große in schwarz bekleidete Frau beeindruckte mich immer wieder und ist tief in meinem Gedächtnis eingeprägt. Da ich sie oft mit meiner eigenen Mutter verglich…

Leider hatte ich Gelegenheit Édith Piafs theatralisches und musikalisches Genie nur als Zuschauer zu schätzen…

Aenaon Dance Theater - Daniel Lommel